mtb-GrenzTrail.ch 03 Stein am Rhein – Wiechs

03

Stein am Rhein - Wiechs

Schaffhauser Grenzschlängeln

Immer in Tuchfühlung mit der Landesgrenze, mal auf Schweizer Seite, mal in Deutschland, führt diese Etappe in stetem Auf und Ab durch die Wälder ganz im Norden unseres Landes. Verwitterte Grenzsteine sind oft Begleiter auf den versteckten Trails. Die abwechslungsreiche Route führt durch Wald und reizvolle Kulturlandschaften. Sie ist, abgesehen von einer ganz kurzen Schiebestrecke, vollständig fahrbar und auch die Singletrails sind einfach und versprechen echten Bikegenuss in einer eher verlassenen Gegend.


Daten

Kondition: mittel

Distanz: 50 km

Höhendifferenz: ↑ 1200 hm, ↓ 940 hm

Schieben/Tragen: ↑ 0 hm, ↓ 0 hm

Zeitbedarf: 4 ½ Std.

Technik: mittel, gut fahrbare Singletrails, Forst- und Flurwege

Wegbeschaffenheit: Singletrails 25%, Wege 65%, Asphalt 10%


Beste Jahreszeit:
JanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSeptOktNovDez

Hinweise: Mitteilung vom Januar 2018: Der Landgasthof Löwen in Schlauch ist nicht mehr in Betrieb.

Highlights: Singletrail Hohenklingen – Himmelreich / Singeltrail Herrentisch / Singletrail oberhalb Lohn

Sehenswert: Burg Hohenklingen mit Aussicht vom Turm / Kessklerloch Thayngenhttp://www.schaffhausen-geschichte.ch/kesslerloch.html


Einkehr: Burgrestaurant Hohenklingen / Landgasthof Hirschen und Restaurant Schäfli, Ramsen / Variante 03b: Restaurants in Diessenhofen

Übernachten: Gasthof zur Sonne, Wiechs (D)

 

Bilder

  • Stein am Rhein
    Stein am Rhein
  • DSC04449 Grenze im Himmelreich
    DSC04449 Grenze im Himmelreich
  • Keltengräber bei Dörflingen
    Keltengräber bei Dörflingen
  • Keltengräber bei Dörflingen
    Keltengräber bei Dörflingen
  • nördlich von Dörflingen
    nördlich von Dörflingen
  • Bei Lohn
    Bei Lohn
  • bei Lohn
    bei Lohn
  • Bei Wiechs
    Bei Wiechs
  • Gasthaus Löwen, Schlauch
    Gasthaus Löwen, Schlauch

Karte

Bericht

 

Das schmucke mittelalterliche Städtchen Stein am Rhein bildet eine würdige Kulisse für den Start zu unserer dritten Tagesetappe. Nach einer Einfahrrunde durch die Altstadtgässchen nehmen wir die knapp 200 Höhenmeter Aufstieg über das asphaltierte Strässchen in Angriff, hinauf zur Burg Hohenklingen, welche hoch über dem Städtchen thront. Wir besteigen den Turm und ergötzen uns an der grandiosen Weitsicht vom Bodensee über den Seerücken und rheinabwärts gegen Schaffhausen. Im Morgendunst ist die Kette der Alpengipfel schemenhaft auszumachen. Ein kurzer Rundgang durch die Burg versetzt uns Jahrhunderte zurück in die kriegerischen Zeiten, als die adeligen Herren auf ihren Pferden nach siegreichen Fehden durch das Burgtor ritten.

Wir hingegen freuen uns auf einen spassigen Ritt den flowigen Singletrails entlang zur Grenze im Himmelreich. Hier treffen wir auf einen Grenzstein des Grossherzogtums Baden aus dem Jahre 1839. Dieser sollte heute nicht der letzte sein. Die Trails sind so exzellent, dass wir uns wahrlich fast im Himmelreich wähnen. Später wechseln wir auf Forstwege, die uns durch den Wald führen und vorbei am Weiler Riedern. Nach einem kurzen Aufstieg erreichen wir den schmalen Trail, welcher sich den Grenzsteinen entlang über den bewaldeten Hügelkamm schlängelt. Zeternd flattern Amseln durchs Geäst, aufgeschreckt von unseren Jauchzern. Nach einer spassigen Abfahrt über einen Forstweg erreichen wir das Dorf Ramsen.

Auf Forstwegen durchqueren wir den Wald des Rauhenbergs und stossen oberhalb von Dörfligen auf einen Trail, der uns wiederum den Grenzsteinen nach führt. Gleich am Wegesrand macht uns eine Informationstafel auf die in der Waldlichtung gut sichtbaren Hügel aufmerksam. Es sind Grabhügel der Kelten, in welchen in der Zeit von 800 bis 450 vor Christus vornehme Leute begraben wurden.

Auf einem Landwirtschaftsweg kurbeln wir vorbei am sehenswerten Naturschutzgebiet im Herblingertal. Das Kesslerloch, wo einst unsere Vorfahren während der Steinzeit gehaust hatten, lassen wir rechts liegen und erreichen auf schmalen und teilweise ruppigen Waldwegen und nach einer kurzen Schiebepassage den Höhenzug nördlich der Dörfchen Lohn und Büttenhardt.

Wir geniessen die lauschige Fahrt abwechslungsweise auf erdigen Trails, auf Wiesen- und Waldwegen und manchmal querfeldein. Ab und zu müssen wir einen kurzen Halt einlegen, um die Weitsicht über den Randen und bis zu den Alpen zu geniessen. Bald erreichen wir Wiechs. Der bei Feinschmeckern bekannte Gasthof  zur Sonne feiert heute zu unserem Bedauern Ruhetag.

Also machen wir uns auf zur nächstliegenden Unterkunft. Auf der Strasse preschen wir einen guten Kilometer hinunter nach Schlauch, einem Nest bestehend aus einer Handvoll Häuser und dem Restaurant  Löwen. Hier ragt, wie in diesem Grenzgelände üblich, ein Zipfel deutsches Hoheitsgebiet von knapp einem Kilometer Breite hinunter ins Durachtal. Trotz Wirtesonntag konnten wir hier ein Zimmer reservieren, und es wird uns sogar ein kühles Bier serviert. Im Garten können wir zufrieden mit der schönen Tour auf unsere dritte Etappe anstossen.

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