mtb-GrenzTrail.ch 05 Eglisau – Rheinfelden

05

Eglisau - Rheinfelden

Der Rhein als Grenzfluss und gemächlicher Begleiter

Insgesamt ist der Rhein von der Quelle am Piz Badus bis zur Mündung in die Nordsee 1233 km lang. Wir folgen auf dieser Etappe dem Ufer des Hochrheins auf gut 80 Kilometern. Während römische Warten und mächtige Bunker aus dem zweiten Weltkrieg das Trennende dieses Flusses in Kriegszeiten unterstreichen, betonen die zum Teil Jahrhunderte alten Brücken die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verbindungen zwischen hüben und drüben während friedlichen Epochen. Die Strecke ist mit wenigen ganz kurzen Treppenabschnitten gut fahrbar.


Daten

Kondition: leicht bis mittel

Distanz: 85 km

Höhendifferenz: ↑520 hm, ↓ 610 hm

Schieben/Tragen: ↑ 0 hm, ↓ 0 hm

Zeitbedarf: 4 ½ - 5 Std.

Technik: leicht, gut fahrbare Singletrails, Forst- und Flurwege

Wegbeschaffenheit: Singletrails 50%, Wege 45%, Asphalt 5%


Beste Jahreszeit:
JanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSeptOktNovDez

Highlights: flowige Singletrails dem Rhein entlang

Sehenswert: Naturschutzgebiet Chli Ri bei Rietheim / Koblenz / Laufenburg / Brücke und Altstadt Bad Säckingen, Rheinfelden


Einkehr: In den grösseren Ortschaften

Übernachten: Hotels in Rheinfelden Schweiz und Rheinfelden Deutschland

Bilder

  • Dem Rhein entlang
    Dem Rhein entlang
  • Nach Eglisau
    Nach Eglisau
  • Schloss Rötteln bei Kaiserstuhl
    Schloss Rötteln bei Kaiserstuhl
  • Aue Chy Rhy bei Rietheim
    Aue Chy Rhy bei Rietheim
  • Bei Jüppe Fähre nach Waldshut
    Bei Jüppe Fähre nach Waldshut
  • Laufenburg CH
    Laufenburg CH
  • Bad Säckingen D
    Bad Säckingen D
  • Bücke von Stein nach Säckingen
    Bücke von Stein nach Säckingen
  • nach Mumpf
    nach Mumpf
  • Rheinfelden
    Rheinfelden

Karte

Bericht

Wie schon gewohnt in diesem Sommer, weckt uns ein herrlicher Morgen. Nach dem reichhaltigen Frühstück kurven wir durch das alte Städtchen Eglisau und betrachten von der Rheinbücke aus noch ein letztes Mal die mächtige mittelalterliche Häuserzeile über dem Rhein. Bald schon finden wir uns auf dem linksseitigen Rheinuferweg. Der Trail ist gut fahrbar, manchmal mit Wurzeln gespickt und ab und zu zwingen uns Treppenstufen, aus dem Sattel zu steigen. Wir kurven auf dem schmalen Weg so nahe dem Wasser entlang, dass ein Fehler unweigerlich zu einem erfrischenden Bad im träge dahinfliessenden Rhein führen würde. Streckenweise können wir gemütlich auf Landwirtschaftswegen dahinrollen. Der Rhein ist an diesem Tag auf über 80 Kilometern unser ständiger Begleiter. Ebenso die Bunker aus der bedrohlichen Zeit des zweiten Weltkriegs, welche im Ernstfall die Grenze zu Deutschland hätten beschützen müssen. Dass der Rhein schon für die Römer ein strategisch wichtiger Fluss war, bezeugen auf diesem Abschnitt die Überreste von zahlreichen römischen Warten und Kastellen in Ufernähe.

Ab und zu lohnt es sich, einen Halt einzuschalten. Das neu erschaffene und 2015 eingeweihte Naturschutzgebiet Chli Ri bei Rietheim lädt zu einer Pause ein. Nach Koblenz überqueren wir die Aare bei ihrer Mündung in den Rhein. Und bald schon passieren wir den Kühlturm des AKW Leibstadt im Schattenwurf der qualmenden Dampfwolke, ein lebendes Mahnmal an die Zeit des unbedachten Vertrauens in die Atomkraft.

Bei Schwaderloh entschliessen wir uns, anstatt auf der stark befahrenen Strasse den Aufstieg im Schatten des Waldes auf den Ischlag in Angriff zu nehmen. Dies bedeutet zwar einen Umweg und gut 200 zusätzliche Höhenmeter, ist jedoch eine willkommeine Abwechslung zum Rheinuferbiken. Laufenburg ist eine Pause wert und wir machen einen kurzen Abstecher über die mittelalterliche Brücke hinüber auf die deutsche Seite. Wir werden mit einer einmaligen Sicht auf die pittoresken mittelalterlichen Häuserfronten hüben und drüben des Rheins belohnt.

Von den nun folgenden hübschen Trails und Wiesenwegen dem Rheinufer entlang können wir nicht genug bekommen. Trotzdem radeln wir bei Stein über die mächtige, gut 200 Meter lange Holzbrücke aus dem Jahre 1699 und drehen eine Runde im geschichtsträchtigen Städtchen Bad Säckingen mit den zwei imposanten Türmen des Fridolinsmünsters. Die Altstadt lag fast tausend Jahre lang strategisch geschickt auf einer Rheininsel, bevor im Jahre 1830 der rechte Arm des Rheins zugeschüttet wurde. Bald verabschieden wir uns wieder vom lebhaften Treiben in den Gassen und lassen uns auf feinsten Trails, wieder dem Rheinufer entlang, nach Rheinfelden führen. Die Kalorien der Pasta, die wir in Laufenburg verzehrt haben, sind inzwischen in Kilometer verwandelt und so lassen wir uns leicht im Garten eines Restaurants zu ungesunden Patisseriekalorien verführen. Zum Feierabend unserer heutigen Etappe gehört auch ein Feldschlösschen, sind wir doch in den Stammlanden dieser Traditionsbrauerei. Von so einem kühlenden Genuss hätten unsere Vorfahren, die vor rund 10‘000 Jahren auf dem Geländerücken über dem Städtchen hausten, nicht einmal träumen können.[/column]

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