mtb-GrenzTrail.ch 09 Les Brenets – Les Rasses

09

Les Brenets – Les Rasses

Über Pferdeweiden zum Chasseron

Diese Etappe führt uns vom Lac des Brenets über weite Juraweiden nach La Brévine, dem Sibirien der Schweiz. Wir weichen auch etwas von der Nähe zur Landesgrenze ab, um die grandiose Aussicht auf dem Chasseron zu geniessen und natürlich den Downhill auf einem rassigen Sinletrail. Eine in jeder Hinsicht grandiose Etappe.


Daten

Kondition: anspruchsvoll, 250 Höhenmeter Schiebe und Tragestrecke auf den Chasseron

Distanz: 62 km

Höhendifferenz: ↑ 1930 hm, ↓ 1510 hm

Schieben/Tragen: ↑ 200 hm, ↓ 0 hm

Zeitbedarf: 5 ½ Std.

Technik: mittel, meistens gut fahrbare Singletrails, Forst- und Flurwege

Wegbeschaffenheit: Singletrails 25%, Wege 50%, Asphalt 15%


Beste Jahreszeit:
JanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSeptOktNovDez

Sehenswert: La Brévine, Aussicht von Chasseron


Einkehr: Restaurants in La Brévine, les Verrières und la Côte-aux-Fées / Alpbeizli Châlet Mont de la Mayaz / Restaurant auf dem Chasseron

Übernachten: Grand Hotel Les Rasses

Bilder

  • Bei les Roussottes
    Bei les Roussottes
  • Bei Le Gigot
    Bei Le Gigot
  • La Brévine
    La Brévine
  • Grenzstein 96
    Grenzstein 96
  • Bei Charopey
    Bei Charopey
  • Chez le Brandt
    Chez le Brandt
  • Chez le Brandt
    Chez le Brandt
  • Chasseron
    Chasseron
  • Blick vom Chasseron zum Lac de Neuchatel
    Blick vom Chasseron zum Lac de Neuchatel
  • Chasseron
    Chasseron

Karte

Bericht

Bei dieser Etappe weichen wir etwas von der Grenznähe ab, um den Chasseron zu erklimmen. Schon kurz nach dem Start überqueren wir die Grenze nach Frankreich und dann geht’s gleich zur Sache: Ein steiler Singletrail hinauf nach Malpas lässt unseren Puls schnell in den anaeroben Bereich steigen.

Dann wird es wieder gemächlicher. Auf Asphalt kurbeln wir das Fahrsträsschen aufwärts nach Le Chauffaud. Ab dem Grenzstein 7 kommt wieder für kurze Zeit Trail-Feeling auf. Nachher geht es nach einem kurzen steilen Anstieg auf dem Forstweg gemächlich auf Landwirtschaftswegen durch das liebliche Tal des Roussottes hinunter nach le Gigot. Vom „Randonnée le long de la frontiere franco-suisse“ über den Waldrücken von Le Meix Musy haben wir abgesehen, da wir uns nicht schon am Morgen auf Schiebe-Abenteuer einlassen wollten, standen uns doch noch knappe 2000 Höhenmeter bevor. Vielleicht hätte es sich aber doch gelohnt.

Nach Le Gigot nimmt uns ein weicher Wiesentrail auf, bevor wir auf dem schmalen, teils überwachsenen Saumweg La Brévine, das Sibirien der Schweiz erreichen. Am 12. Januar 1987 zeigte hier das Thermometer minus 41.8 Grad am. Mit dem winterlichen „Fête du Froid“ setzt La Brévin auf die Kälte als Publikumsmagnet. Gerne würden wir uns einem eisigen Lüftchen hingeben, zeigt das Thermometer inzwischen doch wieder über 35 Grad an.

Vor dem Passübergang bei L’Ecrenaz zweigen wir von der Strasse ab und gelangen nach einigem Suchen auf einen versteckten Trail der Grenze entlang über le Bredot und am Grenzstein 116 vorbei für ein kurzes Stück nach Frankreich. Wieder auf heimatlichen Boden verlangt ein wilder und verwachsener Waldpfad demütig aus dem Sattel zu steigen und ein paar Minuten zu schieben.

Aber bald geht es auf einer gemütlichen Forststrasse durch Wälder und typische Juraweiden mit ihren geduckten Höfen weiter und auf dem wilden Waldweg hinunter nach Les Verrieres. Nun folgt ein kurzer Aufstieg auf der Asphaltstrasse mit zwei Abkürzungen auf Waldwegen, welche etwas Energie kosten.

Bei Les Jeannet zweigen wir auf einen Wiesenweg ab. Nach einem kurzen Strassenstück nimmt uns bei St. Olivier ein Forstweg auf. Diesem folgen wir hinab ins Vallon de Noirvaux. Die Sonnenhitze lässt uns bei den 300 Höhenmetern Aufstieg zum Chalet de la Maya prächtig schwitzen. Wir geniessen im Schatten des Sonnenschirms die Aussicht und das prickelnd kühle Shorley. Noch wissen wir nicht, was uns auf dem Aufstieg auf den Chasseron noch erwartet! Vorerst steigt das Alpsträsschen gemächlich an. Doch nach rund zwei Kilometern entpuppt sich der auf der Karte eingezeichnete Saumweg als nicht mehr fahrbar, und auf den letzten 100 Höhenmeter begegnen uns die Wanderer mit vielsagenden Blicken, wenn sie uns wegen der geschulterten Bikes auf dem felsigen Steig ausweichen.

Aber wir werden zweifach grosszügig belohnt: Eine traumhaftes Panorama über den Jura und zu den Alpen lässt uns die Mühen vergessen. Und die gut 400 Höhenmeter feinsten Trails hinunter nach Les Rasses rauben uns fast den Atem. Wir wollen es nicht wahrhaben, als wir direkt vor dem Grand Hotel mit glühenden Bremsen zum Stillstand kommen. Etwas mulmig ist uns schon beim Anblick des pompösen Hotelpalastes, wenn wir an unsere bescheidene Abendgarderobe denken.

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