mtb-GrenzTrail.ch 11 Lac de Joux – Col de la Faucille

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Lac de Joux – Col de la Faucille

Panoramatour auf luftige Trails über die Jurahöhen

Diese Etappe ist ein Muss. Sie führt über den Mont Tendre, die höchste Erhebung des Schweizer Juras, und auf samtenen Trails über luftige Hügelzüge und offenbart immer wieder neue spektakuläre Ausblicke. Die Schiebestrecke auf den Mont Tendre und ein paar kurze weitere Schiebestellen schmälern den Genuss keineswegs.


Daten

Kondition: mittel

Distanz: 58 km

Höhendifferenz: ↑ 1450 hm, ↓ 1150 hm

Schieben/Tragen: ↑ 100 hm, ↓ 0 hm

Zeitbedarf: 5h 20min

Technik: mittel, gut fahrbare Singletrails mit kurzen Schiebestrecken, Forst- und Flurwege

Wegbeschaffenheit: Singletrails 40%, Wege 45%, Asphalt 15%


Beste Jahreszeit:
JanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSeptOktNovDez

Einkehr: Col de Marchairuz / La Givrine / Restaurant Cuvaloup de Crans ( zwei Kilometer nach La Givrne) / Alp La Germine

Übernachten: Hotel La Petite Chaumière bei der Skistation Col de la Faucille

Bilder

  • Blick zum Mont Tendre
    Blick zum Mont Tendre
  • Petit Croset
    Petit Croset
  • La Racine
    La Racine
  • Aufstieg zum Mont Tendre ob La Racine
    Aufstieg zum Mont Tendre ob La Racine
  • Aufstieg zum Mont Tendre Chalet de Yens
    Aufstieg zum Mont Tendre Chalet de Yens
  • Mont Tendre
    Mont Tendre
  • Mont Tendre
    Mont Tendre
  • Grand Cunay
    Grand Cunay
  • Abfahrt  zum Col du Marchairuz
    Abfahrt zum Col du Marchairuz
  • Pause bei Le Planet
    Pause bei Le Planet
  • Petit Sonnailley
    Petit Sonnailley

Karte

Bericht

Am Westende des Lac de Joux fahren wir gemächlich auf dem schmalen Fussweg dem Schilfgürtel entlang in die Ruhe des frühen Morgens. Wir stimmen uns ein auf den ersten bevorstehenden Aufstieg von knapp 700 Höhenmetern auf den Mont Tendre, die höchste Erhebung der Jurakette auf Schweizer Territorium. Zwar liegt der Bergrücken in mehr als zehn Kilometern Entfernung von der Landesgrenze, doch diese Routenwahl verspricht traumhafte Trails über die luftigen Jurahöhen mit fantastischem Panoramabonus.

Das kurze Stück Asphaltstrasse und der folgende Alpweg sind leicht zu fahren. Schon bald erreichen wir eine ausgedehnte Hochebene, und der Hügelzug des Mont Tendre taucht vor uns auf. Kurz nach Petit Croset zweigen wir vom Fahrweg in den Wanderweg ab, der sich jedoch bald als nur teilweise fahrbar erweist. Doch schon nach einem Kilometer sind wir bei Croset au Boucher wieder auf dem Alpsträsschen, das immer rauer wird und bei Chalet de Yens endet. Auf dem Wanderweg zum Mont Tendre sind nun nur noch kurze Strecken mühsam fahrbar. Das Schieben lohnt sich jedoch, denn wir werden auf dem Gipfel mit einem gigantischen 360-Grad-Panorama belohnt, von den langgezogenen bewaldeten Jurahöhen über die Weiten des Mittellandes bis zu den Eisriesen des Berner Oberlandes, die sich im leichten Dunst abzeichnen.

Nun steht eine spassige Abfahrt an über die weglosen und rauen Wiesenhänge hinunter gegen Norden und zurück zum Chalet de Yens. Was nachher folgt, ist Jurabiking pur: Mehrere Kilometer feinste Wegspuren und Wiesenpfade über Hügelrücken und lichten Fichtenwald lassen unsere Herzen jauchzen.

Schon bald sehen wir in der Ferne das Asphaltband zum Col de Marcheruz, doch nochmals stehen weitere Kilometer Trailspass bevor, von etlichen ruppigen Stellen und kurzen Schiebepassagen unterbrochen, ehe uns Strassenlärm und Menschengewimmel aus der Trance erwachen lassen.

Zu den absoluten Höhenpunkten dieses Tages gehören unbestritten die Mandelgipfel, welche wir heisshungrig und viel zu schnell, um wirklich geniessen zu können, unter dem Sonnenschirm des Passrestaurants verschlingen.

Der Waldtrail, der nun folgt, ist anfänglich recht schwierig zu fahren, dann wird er gemütlicher. Nach La Neuve zweigen vom Fahrweg auf den Fussweg zur Crêt de la Neuve ab. Der ist nur mit letzter Kraft fahrbar. Was nach dem Halt auf dem Aussichtspunkt folgt, lässt diese kurzen Mühen schnell vergessen: Gute fünf Kilometer einwandfreier spassiger Jura-Höhentrail. Ab Le Planet wird die Route dann eintöniger. Forststrassen führen mit einigem Auf und Ab bis zur Strasse zum Col de la Grivine, unterbrochen nur durch einen kurzen Singletrail und einen Abschnitt Asphalt. Im urigen Restaurant stärken wir uns für den letzten Teil der Etappe.

Nach einem Wiesenpfad folgen wir dem Asphaltsträsschen und queren die Skilifte und Bahnen am Nordhang des La Dôle mit seiner unübersehbaren weissen Kugel des Observatoriums. Später verliert sich der Pfad im Gras. Nach dem Alpbeizli La Gemine folgen wir dem Alpweg und queren schon bald beim Grenzstein 239 auf französisches Gebiet. Nach einem kurzen Anstieg führt der Forstweg sanft hinunter zur Strasse zum Col de la Faucille. Nach Stunden der Einsamkeit fernab von Zivilisationslärm und -gestank machen uns die gut hundert Höhenmeter auf der vielbefahrenen Passstrasse nicht wirklich Freude. Wir sind froh, auf dem Pass angekommen zu sein und klatschen glücklich und zufrieden über die sanften Jurahöhentrails ab.

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