mtb-GrenzTrail.ch 14 St-Gingolph – Lac de Taney

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St-Gingolph – Lac de Taney

Einfahretappe in die Voralpen des Chablais

Eine kurze Etappe führt in das Bergland am Le Grammont. Eine herausfordernde Tragestrecke folgt einer gemütlichen Auffahrt. Die Belohnung: Eine spritzige Trailabfahrt und Relaxen am kristallklaren Lac de Taney.


Daten

Kondition: mittel

Distanz: 15 km

Höhendifferenz: ↑ 1470 hm, ↓ 450 hm

Schieben/Tragen: ↑ 550 hm, ↓ 0 hm

Zeitbedarf: 3 ½ Std.

Technik: mittel, gut fahrbare asphaltierte Strässchen, leichte sowie auch herausfordernde Trails

Wegbeschaffenheit: Singletrails 30%, Wege 30%, Asphalt 40%


Beste Jahreszeit:
JanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSeptOktNovDez

Highlights: Trails vom Pas de Lovenex hinunter zum Lac de Taney

Sehenswert: Lac de Taney


Einkehr: Keine EInkehrmöglichkiet unterwegs.

Übernachten: Refuge Grammont am Lac de Taney

Bilder

  • Im Vallon de Novel
    Im Vallon de Novel
  • Im Vallon de Novel
    Im Vallon de Novel
  • Im Vallon de Novel
    Im Vallon de Novel
  • Aufstieg zu Col de la Croix
    Aufstieg zu Col de la Croix
  • Aufstieg zu Col de la Croix
    Aufstieg zu Col de la Croix
  • Col de la Croix, Blick Richtung pas de Lovenex
    Col de la Croix, Blick Richtung pas de Lovenex
  • Col de la Croix
    Col de la Croix
  • Col de la Croix
    Col de la Croix
  • Col de LA Croix, Blick zur Alp Lovenex
    Col de LA Croix, Blick zur Alp Lovenex
  • Zwischen Pas de la Croix und Pas de Levenex
    Zwischen Pas de la Croix und Pas de Levenex
  • Lac de Lovenex und lac Léman
    Lac de Lovenex und lac Léman
  • Abfahrt vom Pas de Lovenex
    Abfahrt vom Pas de Lovenex
  • Lac de Taney
    Lac de Taney
  • Refuge Grammont
    Refuge Grammont

Karte

Bericht

Die letzten beiden Etappen waren zum Teil stark durch urbanes Asphaltbiking geprägt. Mit ein Grund, warum wir heute in aller Frühe lospedalen, erfüllt mit Vorfreude auf die bevorstehenden knackigen Bergtrails und auf einen gemütlichen Nachmittag am kristallklaren Lac de Taney. Auf dem asphaltierten Bergsträsschen welches von St-Gingolph hinauf zur Alp L’Au de Morge führt, kurbeln wir gemütlich hoch, kürzen mit etwas höherem Puls eine Kehre auf dem Waldweg ab, und folgen dann wieder dem schmalen Asphaltband. Tief unter uns im steilen Waldtobel rauscht der Grenzbach La Morge, dem wir später in wenigen Metern Distanz folgen. Verwitterte Tafeln mit der Aufschrift „Passage interdit“ zeugen von der Vor-Schengen-Zeit. Allmählich lichtet sich der Wald und wir erreichen die Alphütten von L’Au de Morge.

Eine kurze Rast beim Grenzstein 94 ist angesagt, denn auch ein zweiter Blick auf die Karte lässt keine Zweifel offen, dass uns nun rund 500 Höhenmeter Schieben und Tragen bevorstehen. Der Alpweg endet denn auch bei einer Viehtränke auf rund 1300 Metern Höhe und die rot-weissen Markierungen führen unmissverständlich die steil abfallende Bergflanke empor zum Col de la Croix. Wir tragen unser Kreuz geduldig und Tritt um Tritt steigen wir auf dem rauen Bergweg himmelwärts.

Endlich, nach letzten Kehren ist der Pass erreicht, und ein lieblicher Ausblick eröffnet sich uns über den stillen Bergsee Lac de Lovenay und hinaus auf den Lac Léman im Hintergrund. Vielsagend fragen uns Wanderer, ob wir zum Pas de Lovenex wollen. Ja, das wollen wir.

Als wir unseren Blick dort hinüber wenden, wird uns klar, dass der Bergpfad über weite Geröllfelder führt. An Fahren ist nur auf den ersten Metern zu denken. Doch das lässt uns nicht davon abhalten, herzhaft in die mitgetragenen Käsebrote zu beissen.

Der Weiterweg hält, was wir als schlimmste Befürchtungen hegten, und so erreichen wir mit geschulterten Bikes den Pas de Lovenex. Was nun folgt, hätten wir uns nicht träumen lassen: Erst ein samtener Wanderweg, dann feine Fahrspuren in der Alpwiese, die in einen zahmen Alpweg münden. Wenig später zweigen wir auf der rechten Talseite in den alten, teilweise noch mit den ursprünglichen rohen Steinplatten belegten Saumpfad. Er leitet uns flüssig durch das Tobel hinunter zur Sommersiedlung Taney, fordert aber auch stellenweise unsere volle Konzentration.

Im lauschigen Schatten des Bergrestaurants Taney halten wir bei einem kühlen Bier Rückschau auf die Höhepunkte der heutigen Etappe, bevor wir im kristallklaren Wasser des Bergsees auch unsere Füsse kühlen. Wie sähe es wohl hier aus, wenn in den 60er Jahren nicht rechtzeitig die Pläne abgeblockt worden wären, dieses Gebiet für den Massentourismus zu öffnen? Weitsichtigen und um unsere Umwelt besorgten Initianten verdanken wir es, dass wir heute im Naturschutzgebiet Taney die Ruhe in einer herrlichen erhaltenen Bilderbuchlandschaft geniessen können.

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