mtb-GrenzTrail.ch 15 Lac de Taney – Châtel

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Lac de Taney – Châtel

Grenzschlängeln im Gebirge des Chablais

Eine Etappe, die ihresgleichen sucht. Nach einem knackigen Aufstieg eröffnen sich endlos erscheinende sehr abwechslungsreiche Trails entlang des Grenzkamms. Mal geniessen wir die Aussicht hinüber zu den Voralpen im französischen Chablais, mal hinüber zum Massiv von Les Diablerets, immer aber die mahnend in den Himmel ragenden Feldzacken der Dents du Midi vor uns.


Daten

Kondition: mittel

Distanz: 30 km

Höhendifferenz: ↑ 1220 hm, ↓ 1430 hm

Schieben/Tragen: ↑ 250 hm, ↓ 0 hm

Zeitbedarf: 4 Std.

Technik: mittel, gut fahrbare Singletrails und Alpwege, Trails streckenweise sehr ausgesetzt

Wegbeschaffenheit: Singletrails 25%, Wege 75%, Asphalt 0%


Beste Jahreszeit:
JanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSeptOktNovDez

Hinweise: Eine Felsstufe ist sehr ausgesetzt und mit Ketten gesichert

Highlights: Traumhafte Trails und fantastische Ausblicke


Einkehr: Chalets du Mouet, Alpbeiz

Übernachten: Grosses Angebot in Châtel

Bilder

  • Aufstieg zum Col de Verne
    Aufstieg zum Col de Verne
  • Aufstieg zum Col de Verne
    Aufstieg zum Col de Verne
  • Col de Verne
    Col de Verne
  • Zwischen Col de Verne und col du Serpentin
    Zwischen Col de Verne und col du Serpentin
  • Zwischen Col de Verne und col du Serpentin
    Zwischen Col de Verne und col du Serpentin
  • Col du Serpentin
    Col du Serpentin
  • Lac d'Arvouin
    Lac d'Arvouin
  • Unterhalb Haut Sex
    Unterhalb Haut Sex
  • Vor Portes d'Onne
    Vor Portes d'Onne
  • Drei Generationen von Grenzsteinen
    Drei Generationen von Grenzsteinen
  • Bei Portes d'Onne, Blich zum Leman
    Bei Portes d'Onne, Blich zum Leman

Karte

Bericht

Selbst in den frühen Morgenstunden ist es auf dieser Höhe von 1400 Metern schon recht warm. Während wir uns auf einem kurz ansteigenden Strässchen zum Col de Taney einfahren, schweift unser Blick hinunter zum dunkeln Wasserspiegel des Lac de Taney, ruhig eingebettet in die herbe Kulisse aus Felsen und wildem Bergwald. Doch dann ist schon volle Konzentration gefordert. Auf der sehr steilen Schotterstrasse brettern wir durch den Wald talwärts. Die engen Kehren erfordern dosiertes Bremsen. Zum Glück haben wir keinen Gegenverkehr, denn ein unvorhergesehenes Bremsmanöver hätte verheerende Folgen.

Nach dreihundert Höhenmetern im Staubwirbel zweigen wir nach rechts in einen Waldpfad ab, der uns zum vorerst gemütlichen Alpweg bringt, der hinauf zur Alp Verne führt. Bald jedoch müssen wir merklich kräftiger in die Pedale treten und erste Schweisstropfen brennen in den Augen. Bei der Melkanlage bei Le Coeur machen wir eine kurze Rast, bevor wir uns die letzten Meter emporkämpfen. Aber bald geben wir auf und schieben die letzten hundert Höhenmeter zum Co de Verne. Der Grenzstein zeigt uns an, dass wir den Grenzkamm erreicht haben, dem wir nun folgen werden. Ein feiner Bergweg führt dem steilen Abhang entlang zum Col du Serpentin. Unterbrochen wird er durch eine Felsrippe, über die wir kletternd unsere Bikes tragen müssen. Zum Glück ist bergseitig eine Kette griffbereit, für alle Fälle.

Eine neu gebaggerte steile Schotterpiste hinunter zum Lac d’Arvouin verlangt unsere Konzentration. Dann folgen wir dem Alpweg, der sich mit wenig Gefälle dem Hang entlang zieht. Unterhalb des Col de Rapenaz schieben wir die Bikes für etwa 50 Höhenmeter den steilen Wanderweg hoch und geniessen den gemütlichen Pfad hinüber zur Alpbeiz Chalets du Mouet. Auf spektakulären Alpwegen und Pfaden erreichen die Portes d’Onne. Ein kurzer Abstecher hinauf zum sanften Wiesenhügel lohnt sich. Wir stehen über schroff abfallenden Felsen und unversehens eröffnet sich uns ein herrlicher Ausblick zu den Dents Blanches und über die Ebene des unteren Rhonetals bis zum Genfersee.

Nur noch wenige Kilometer Bikegenuss bleiben uns bis zum Tagesziel Châtel. Nach einer beeindruckend steilen Abfahrt auf der Schotterpiste pedalen wir gemütlich am kleinen romantisch gelegenen Bergseelein vorbei zur Skistation Super-Châtel. Wir entdecken einen flowigen Trail, der hoch über dem Dorf dem Hang entlangführt, und gelangen dann, zuletzt auf einem kniffligen, steilen Pfad hinunter ins Dorf Châtel. Im Rückblick bei einem kühlenden Panaché erscheinen uns die feinen Trails, die unverhofften Ausblicke und auch die ausgesetzten Felspassgen wie im Traum.

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