mtb-GrenzTrail.ch 25 Simplon Dorf – Rosswald

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Simplon Dorf - Rosswald

Auf dem geschichtsträchtigen Stockalperweg über den Simplon

Diese landschaftlich sehr reizvolle Etappe folgt dem Stockalperweg über den Simplonpass. Dieser Saumpfad ist ein Muss für Biker.


Daten

Kondition: leicht bis mittel

Distanz: 28 km

Höhendifferenz: ↑ 1340 hm, ↓ 980 hm

Schieben/Tragen: ↑ 50 hm, ↓ 100 hm

Zeitbedarf: 3 ½ Std

Technik: mittel, zum Teil knifflige Trails

Wegbeschaffenheit: Singletrails 45%, Wege 10%, Asphalt 45%


Beste Jahreszeit:
JanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSeptOktNovDez

Highlights: Stockalperweg

Sehenswert: Simplon Hospiz, Adler- Monument auf dem Sinplon


Einkehr: Hotel Monte Leone und Hotel Simplonblick auf dem Simplonpass

Übernachten: Berghotel Klenenhorn, Rosswald

Bilder

  • Stockalperweg
    Stockalperweg
  • Stockalperweg
    Stockalperweg
  • Stockalperweg
    Stockalperweg
  • DSC05093 Stockalperweg
    DSC05093 Stockalperweg
  • Simplonpass
    Simplonpass
  • Simplonpass, Fletschhorn
    Simplonpass, Fletschhorn
  • Abfahrt Stockalperweg
    Abfahrt Stockalperweg
  • Abfahrt Stockalperweg
    Abfahrt Stockalperweg
  • Abfahrt Stockalperweg
    Abfahrt Stockalperweg
  • Abfahrt Stockalperweg
    Abfahrt Stockalperweg
  • Abfahrt Stockalperweg
    Abfahrt Stockalperweg

Karte

Bericht

 

Let it be säuseln die Beatles aus dem Radio an der Theke. Aber wir lassen es nicht sein. Ein neuer herrlicher Tag ist erwacht, und wir stärken uns beim Frühstück im geschichtsträchtigen Hotel Fletschorn für unsere heutige Etappe. In der nahen, überregional bekannten Bäckerei - Konditorei Arnold - fällt es uns schwer, nicht zu viel der leckeren Süssigkeiten als Proviant zu hamstern. Dann geht’s los. Gleich nach dem Dorf führt uns der Stockalperweg durch sanfte Wiesen und lichten Wald bis zum Engiloch. Der alte Saumweg ist sehr gut fahrbar, doch zum Teil verlangt die ursprüngliche Pflästerung aus Steinplatten und groben Kieseln, dass wir energisch in die Pedale treten.

Beim Engpass bei Engiloch schultern wir die Bikes für kurze Zeit, um die in den Felsen gehauenen Stufen zu überwinden, bevor der Bikespass weitergeht. Wir erreichen die Ebene mit dem alten Hospiz, einem kasernenähnlichen Gebäude, das den Säumern als Sust und Herberge diente. Hier verlassen wir den Stockalperweg und wählen den gemütlichen Fahrweg über Blatte zum Simplonpass. Nach dem einsamen Aufstieg schlägt uns der Verkehrslärm umso heftiger entgegen.

Der kurze Abstecher zum Wahrzeichen des Passes, dem turmhohen aus Bruchsteinen gemauerten Adler wird mit einem herrlichen Panorama belohnt: Hübschhorn und Monte Leone im Osten erinnern an rassige Frühjahrsskitouren, im Süden zeigt das Fletschhorn seine letzten leuchtenden Firnfelder und im Norden ragt das Aletschhorn aus der mächtigen Bergkette hervor.

Andächtig lassen wir die zartsüssen Leckereien aus der Konditorei im Gaumen zergehen und bereiten uns meditativ auf den bevorstehenden Singletrail vor, hinunter ins Tal der Taverna.

Der Stockalperweg offenbart sich als einladender Singletrail, und wir vergessen schnell unsere Befürchtungen - bis der Weg in den steilen schattigen Wald des Hoschugrabens eintaucht. Nach zwei glimpflich verlaufenen Stürzen geben wir nach: Der Weg ist hier am Schatten zu nass und die Bollensteine doch zu schmierig. Etwas missmutig tasten wir uns zu Fuss auf dem zum Teil sumpfigen Weg talwärts und stellen uns vor, wie wir an einem trockenen Sommertag die unzähligen Serpentinen hinunterkurven würden.

Nach fast 200 Höhenmetern klicken wir uns wieder in die Pedale und zirkeln auf dem schmalen Pfad dem wilden Bach entlang talauswärts. Zum Teil ist der Stockalperweg recht abenteuerlich angelegt, manchmal in den Felsen gehauen und wechselt auf wenigen hundert Metern viermal die Talseite über romantisch-wacklige Holzstege. Ab und zu heisst es und kurz schieben. Dann verlassen wir den Stockalperweg, brettern der Forststrasse entlang talauswärts und kurbeln später unter der heissen Mittagsonne das Asphaltsträsschen hoch zur Simplonstrasse.

Im letzten Teil der Tagesetappe folgen wir in gemütlicher Steigung dem asphaltierten Fahrweg hinauf im wohltuenden Schatten des Bergwaldes. Die 500 Höhenmeter sind bald geschafft, und wir erreichen das Feriendorf Rosswald, zauberhaft gelegen auf einem lieblichen Plateau mit eindrücklicher Aussicht hinüber zu Aletschorn, Petersgrat und Wildstrubel und gegen Süden zurück zum Simplonpass. Wir verfolgen in einer imaginären Linie nochmals den Stockalperweg hinunter ins Bachtobel.

Bei Kaffee und Kuchen lassen wir die heutige abwechslungsreiche und landschaftlich reizvolle Etappe nochmals Revue passieren und nach dem Waschen der Bikeklamotten bleibt noch genügend Zeit, um diese an der Sonne trocknen zu lassen.

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