mtb-GrenzTrail.ch 26 Rosswald – Binntalhütte

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Rosswald - Binntalhütte

Auf alten Walserwegen ins wilde Binntal

Nicht enden wollende feine Trails führen über sanfte Alpweiden, der Horizont ist gerahmt von majestätischen Eisriesen, und wir mitten drin. Aber auch Schieben über verblockte Wege gehört zu dieser Genusstour.


Daten

Kondition: mittel

Distanz: 33 km

Höhendifferenz: ↑ 1650 hm, ↓ 1200 hm

Schieben/Tragen: ↑ 250 hm, ↓ 100 hm

Zeitbedarf: 4 Std

Technik: mittel bis anspruchsvoll

Wegbeschaffenheit: Singletrails 40%, Wege 60%, Asphalt <5%


Beste Jahreszeit:
JanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSeptOktNovDez

Hinweise: Varianten:

a) Abfahrt vom Saflischpass: von Punkt 2485 dem linken Wanderweg nach bis Brunegge und dann der Fahrstrasse nach hinunter bis Sickerchäller.

Highlights: Trail über den Saflischpass

Sehenswert: Binn mit der Bogenbrücke aus dem 16. Jh.


Einkehr: Gasthaus Heiligkreuz / mehrere Gasthäuser in Binn / Restaurant Bärgkristall, Fäld, sehr empfehlenswert

Übernachten: Binntalhütte SAC,   Achtung: Die Binntalhütte ist im Sommer 2018 wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Bilder

  • Aufstieg zum Fleschboden
    Aufstieg zum Fleschboden
  • Brig
    Brig
  • Fleschboden
    Fleschboden
  • Aufstieg Saflischpass
    Aufstieg Saflischpass
  • Aufstieg Saflischpass
    Aufstieg Saflischpass
  • Aufstieg Saflischpass
    Aufstieg Saflischpass
  • Saflischpass
    Saflischpass
  • Abfahrt Saflischpass
    Abfahrt Saflischpass
  • Abfahrt Saflischpass
    Abfahrt Saflischpass
  • Abfahrt Saflischpass
    Abfahrt Saflischpass
  • Ze Binne
    Ze Binne
  • Binn
    Binn
  • Fäld
    Fäld
  • Aufstieg Binntalhütte
    Aufstieg Binntalhütte
  • Aufstieg Binntalhütte
    Aufstieg Binntalhütte
  • Aufstieg Binntalhütte
    Aufstieg Binntalhütte
  • Binnatlhütte
    Binnatlhütte

Karte

Bericht

Während wir beim Morgenessen nochmals einen letzten Blick auf die Karte werfen, entdecken wir, dass während der Nacht genau unter unseren Betten, 850 Meter tiefer unten im Berg die Güterzüge durch den Simplontunnel donnerten.

Wir verlassen die Ansammlung von unzähligen Ferienchalets auf dem Forstweg, der sich in angenehmer Steigung dem Hang entlang zieht und bei den braungebrannten Alphütten von Staffel endet. Auf einem Fussweg, zuerst sehr steil, dann wieder fahrbar tropfen die ersten Schweissperlen von der Stirn. Ein ruppiger Fahrweg, welcher uns weiteren Schweiss abverlangt, führt vom Fleischbode hinauf zum Speichersee, dessen Wasser für das Beschneien der Pisten dient.

Ein herrliches 300 Grand Panorama eröffnet sich uns: Der Blick reicht vom Finsteraarhorn im Norden über die Bergketten des unteren Wallis hin zum Matterhorn und endet östlich vom Monte Leone am Saflischpass, unserem ersten Ziel für heute Morgen.

Ein grösstenteils gutmütiger Trail führt dem Hang entlang hinauf zum unter Bikern wohlbekannten Übergang. Meistens wird er jedoch in entgegengesetzter Richtung befahren. Nun offenbart sich uns ein feingestrickter Trail. Über weite Alpwiesen brettern wir hinunter, soweit, dass es sich nicht mehr lohnt umzukehren, als wir merken, dass wir die Abzweigung verpasst haben. Anstatt auf gutem Trail hinüber nach Brunegge zu schweben, tragen wir unsere Bikes gute hundert Höhenmeter hinunter in Richtung Mässihitta.

Bald treffen wir wieder auf die geplante Route und steigen nach einer rassigen Abfahrt auf dem Alpweg 500 Meter tiefer in Heiligkreuz wieder aus den Pedalen, um den Krampf aus den Händen zu schütteln. Nach einer weiteren Abfahrt auf Asphalt zweigen wir oberhalb Ze Binne in einen Trail ein und erreichen das schmücke Dörfchen Binn.

Vor der Kulisse der braungebrannten Walserhäuser und der mittelalterlichen Steinbogen-Brücke fühlen wir uns um Jahrhunderte zurück versetzt, in die Zeit, als hier noch Säumer mit ihren schwer beladenen Tiere Halt machten, um dann ihre Handelswaren über den Albrunpass hinunter ins Valle Devero und nach Domodossola zu transprotieren.

Auf er Sonnenseite folgen wir einem feinen Wanderweg oberhalb des Baches bis zur pittoresken Siedlung Fäld. Im Schatten vor dem Restaurant Bergkristall laben wir uns für den kommenden Aufstieg mit einem leckeren Stück Heidelbeerkuchen.

Die Strecke bis Chiesstafel verläuft in einer angenehmen Steigung durch den lichten Wald. Dann wird es abrupt unangenehm. Die gut 150 Höhenmeter auf dem alten Walserweg und Schmugglerpfad hinauf zur Binntalhütte sind nur auf kurzen Strecken fahrbar. Wir nehmen das schwere Bike auf die leichte Schulter und geniessen die Ruhe und Einsamkeit der Bergwelt, so wie sie uns gefällt. Kurz vor der Hütte queren wir unterhalb des Wasserfalls, in dessen Gischt die Sonne Regenbogenfarben zaubert. Endlich ist die Hütte in Sichtweite und bald schon lehnen wir die Bikes an die Holzbeige, verfolgt von den fragenden Blicken der Wanderer, die bereits beim Bier sitzen.

Auch wir freuen uns auf die wohltuende Kühle des Biers, welches bald die ausgetrocknete Kehle hinunterrinnen würde.

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