mtb-GrenzTrail.ch 27 Binntalhütte – Capanna Maria Luisa

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Binntalhütte – Capanna Maria Luisa

Eine herausfordernde hike and bike Etappe

Was für gebirgsgewohnte Wanderer ein Genuss sein mag, erweist sich für den Biker als grosse Herausforderung und arge Plackerei. Aber die Belohnung lässt nicht auf sich warten: Eine herrliche, bizarre und verlassene Gebirgswelt, ein berauschender Downhill und ein gemütlicher Aufstieg auf einer kühn angelegten Schotterstrasse.


Daten

Kondition: anspruchsvoll

Distanz: 30 km

Höhendifferenz: ↑ 1320 hm, ↓ 1430 hm

Schieben/Tragen: ↑ 550 hm, ↓ 400 hm

Zeitbedarf: 6 ½ Std.

Technik: schwer

Wegbeschaffenheit: Singletrails 35%, Wege 45%, Asphalt 20%


Beste Jahreszeit:
JanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSeptOktNovDez

Highlights: Knifflige Trails, 800hm Downhill

Sehenswert: Cascata del Toce


Einkehr: Rifugio Margaroli / Ristorante Cascata del Toce beim Wasserfall / Restaurants in der Walsersiedlung Riale, z.B. Walser Schtuba

Übernachten: Capanna Maria Luisa, CAI

Bilder

  • Albrunpass
    Albrunpass
  • Albrunpass
    Albrunpass
  • Lago di Devero
    Lago di Devero
  • Alpe Forni Inferiore
    Alpe Forni Inferiore
  • Aufstieg Scatta Minioia
    Aufstieg Scatta Minioia
  • Aufstieg Scatta Minioia
    Aufstieg Scatta Minioia
  • Aufstieg Scatta Minioia
    Aufstieg Scatta Minioia
  • Scatta Minoia
    Scatta Minoia
  • Scatta Minoia
    Scatta Minoia
  • Abfahrt von Scatta Minoia, Lago Vannino
    Abfahrt von Scatta Minoia, Lago Vannino
  • Abfahrt von Scatta Minoia
    Abfahrt von Scatta Minoia
  • Abfahrt von Scatta Minoia
    Abfahrt von Scatta Minoia
  • Rif. Margaroli
    Rif. Margaroli
  • Abfahrt nach Canza
    Abfahrt nach Canza
  • Aufstieg Riale - Rif. Maria Luisa
    Aufstieg Riale - Rif. Maria Luisa
  • Aufstieg Riale - Rif. Maria Luisa
    Aufstieg Riale - Rif. Maria Luisa
  • Aufstieg Riale - Rif. Maria Luisa
    Aufstieg Riale - Rif. Maria Luisa
  • Aufstieg Riale - Rif. Maria Luisa
    Aufstieg Riale - Rif. Maria Luisa
  • Capanna Maria Luisa
    Capanna Maria Luisa

Karte

Bericht

Lange bevor die anderen Gäste ihre Rucksäcke schultern, sind wir mit den ersten Sonnenstrahlen beim Grenzstein auf dem Albrunpass. Wir wissen, diese 150 Höhenmeter mit geschultertem Bike waren nur ein Bruchteil vom Gesamt der zeitraubenden Trage- und Schiebestrecken der heutigen Etappe.

Der Wanderweg führt nun zuerst steil abwärts und später dem jäh abfallenden Hang entlang und hinunter zur Alpe Forno inferiore. Die kurzen Fahrstrecken auf dem verblockten Trail erfordern unsere volle Konzentration. Nach der Alpe Forno inferiore folgt ein Weg über die feine Alpweide aufwärts und wir treten bis zum Letzten in die Pedale. Dann geben wir auf und schieben und tragen das Bike die 300 Höhenmeter hinauf zur Scatta Minoia. Unterwegs machen wir eine kurze Rast am lieblichen Seelein, in dessen Wasser sich das Wollgras spiegelt.

Der weitere Weg führt mühsam durch Blockfelder, der harte Alurahmen schmerzt unbarmherzig auf den Schultern. Endlich geschafft! Wir haben den Grateinschnitt der Scatta Minoia erreicht. Doch können wir noch nicht sagen, dass wir nun die Mühen geschafft hätten. Mit geschultertem Bike suchen wir über das langgezogenen Blockfeld hinunter eine möglichst gut begehbare Route zwischen den immensen Geranitblöcken hindurch. Bald jedoch wird der Weg freundlicher und wir können einige Strecken fahren. Zuletzt zieht sich ein feiner Trail am steilen Abhang hoch über dem türkisblauen Wasser des Lago Vannino dahin. Freude herrscht!

Es ist Mittagszeit und wir geniessen im Rifugio Margaroli eine urige Polenta mit Gorgonzola. Der Hüttenwirt meint auf unsere Frage, dass hier nur selten Biker vom Scatta Minoia her kämen. Eine Bestätigung dafür, dass wir uns auf der heutigen Etappe als zur Spezia Rara gehörig fühlen können.

Nun stehen 800 Höhenmeter Downhill bevor. Der Weg erweist sich als rau, schotterig und zum Teil als sehr steil. Mit Fingerspitzengefühl bremsen wir uns hinunter, bis der Weg dann auf halber Höhe gemächlicher wird.

Von Canza hinauf nach Reale gibt es keine Alternative zur Asphaltstrasse. Bei der Cascata del Toce klicken wir uns kurz aus den Pedalen, um zusammen mit einer Traube italienischer Auto-Alpinisten von der Aussichtsplattform aus die über die Felsen hinunterstürzenden Wassermassen zu bestaunen.

Kurz vor der kleinen Walsersiedlung Reale zweigen wir auf den gut ausgebauten Fahrweg ab und winden uns in vielen Kehren die noch ausstehenden gut 400 Höhenmeter hinauf zum Rifugio Maria Luisa. Kunstvoll wurde die Strasse in den späten Zwanzigerjahren an den Hang gebaut, um das Gebiet für den Bau eines Kraftwerkes und für den aufkommenden Autotourismus zu erschliessen.

Bald lehnen wir unsere Bikes an die Steinmauuer der Capanna Maria Luisa. Ein kalter Wind und erste Wolken künden einen Wetterwechsel an. Wahrscheinlich sind wir deshalb heute Abend die einzigen Gäste in diesem geräumigen Gebäude, aber umso zuvorkommender erscheint uns die Bedienung.

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