mtb-GrenzTrail.ch 29 Locarno – Caslano

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Locarno – Caslano

Vom Lago Maggiore zum Lago di Lugano

Der lange Aufstieg wird mit einer grandiosen Aussicht belohnt und obendrauf mit einem spritzigen Downhill von 1400 Höhenmetern hinunter an die Tresa. Eine perfekte Genusstour, die etliche Schweisstropfen abverlangt.


Daten

Kondition: mittel

Distanz: 42 km

Höhendifferenz: ↑ 1600 hm, ↓ 1550 hm

Schieben/Tragen: ↑ 150 hm, ↓ 0 hm

Zeitbedarf: 4 ½ Std

Technik: mittel

Wegbeschaffenheit: Singletrails 35%, Wege 15%, Asphalt 50%


Beste Jahreszeit:
JanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSeptOktNovDez

Hinweise: Trails vom Monte Lema nach Astano, Singletrail der Tresa entlang

Sehenswert: Aussicht vom Monte Lema


Einkehr: Rifugio Campiglio Pradecolo: Schöne Aussichtsterrasse / Ristorante Monte Lema: Herrliche Aussicht

Übernachten: Verschiedene Hotels in Caslano und Ponte Tresa

Bilder

  • Aufstieg nach Pradecolo
    Aufstieg nach Pradecolo
  • Pradecolo, Lago Maggiore
    Pradecolo, Lago Maggiore
  • Bei Pradecolo
    Bei Pradecolo
  • Nach Pradecolo
    Nach Pradecolo
  • Grenzstein 28
    Grenzstein 28
  • Aufstieg zur Alpe Arasio
    Aufstieg zur Alpe Arasio
  • Alpe Arasio, Blick Monte Lema
    Alpe Arasio, Blick Monte Lema
  • Monte Lema
    Monte Lema
  • Monte Lema
    Monte Lema
  • Abfahrt vom Lema beim Moncucco
    Abfahrt vom Lema beim Moncucco
  • Abfahrt vom Lema beim Moncucco
    Abfahrt vom Lema beim Moncucco
  • Abfahrt vom Lema beim Moncucco
    Abfahrt vom Lema beim Moncucco
  • An der Tresa
    An der Tresa
  • An der Tresa
    An der Tresa
  • Caslano
    Caslano

Karte

Bericht

Gemächlich pflügt sich das Kursschiff durch  das von der Morgenbrise gekräuselte Wasser des Lago Maggiore. Wir haben die Bikes auf das Schiff der Navigazione Lago Maggiore verladen und geniessen die gute Stunde Fahrt von Locarno nach Maccagno am italienischen Ufer.

Wir finden für die extrem stark befahrene Uferstrasse auf dem ersten Teil eine Anlternative, sind dann aber gezwungen uns die zwei noch folgenden Tunnels bis Colmegna mit den Vierzigtönnern zu teilen und zirkeln der Tunnelwand entlang. Nur den Atem möglichst flach halten!

Ein schmales zum Teil steiles Asphaltsträsschen lässt uns dann bald kräftig in die Pedale treten und die frische Seeluft bläht unsere Lungen auf. Es führt uns von Colmegna empor bis zur Abzweigung in den Weg nach Vignone. Weiter fahren wir auf Asphalt und erhaschen ab und zu einen herrlichen Ausblick auf den Lago Maggiore und die gegenüberliegende Bergkette. Bald geht’s zur Sache: In 33 Kehren schraubt sich das Asphaltsträsschen hinauf nach Pradécolo auf 1158 m.ü.M. Zuerst durch dichten Kastanienwald, später künden die ersten Lärchen an, dass wir das erste Etappenziel bald erreicht haben. Der Schweiss tropft unterdessen unanständig von der Stirn.

Den Boxenstopp beim Rifugio Campiglio nutzen wir, um Kalorien nachzuladen und den Blick über den Lago Maggiore schweifen zu lassen. Ganz weit im Westen lassen sich die Schneeriesen des Monte Rosa zwischen den Wolken erahnen. Erinnerungen an den Türlerpass werden wach.

Nach der genüsslichen Pause tauchen wir in uriges Bikegelände ein. Ein Saumweg, mal grob, mal sumpfig vom Regen der letzen Nacht führt uns mit wenig Steigung aber mit einigen knackigen Rampen bis zum Punkt 1331. Hier zweigen wir scharf rechts auf einen steilen verwurzelten Waldpfad ein, der uns für ein paar Minuten aus den Pedalen zwingt. Doch bald mutiert der Pfad zu einem samtenen Trail und mit einer letzten Anstrengung stehen wir bei den Ruinen der Alpe Arasio. Geradewegs vor uns zeigt sich in Griffnähe die markante weisse Kuppel der Meteoradarstation auf dem Gipfel des Monte Lema, um den sich Nebelschleier schleichen.

Nach einem knackigen Aufstieg stehen wir bald ausser Atem auf dem Gipfel. Wir nutzen die Zeit für einen Rundblick nach Norden, bevor wir uns eine aus dem Malcantone heraufquellende Wolke völlig einhüllt.

Die Freude auf die bevorstehenden rund 1600 hm Downhill lassen uns bald wieder in den Sattel steigen. Auf einem charmanten Wiesentrail brettern wir hinunter bis Pian Pulpito, um dort in den rauen Saumpfad einzubiegen, der unsere volle Konzentration abverlangt. Nach konzentrierten 250 Höhenmetern atmen wir bei den Gebäuden bei Pt. 1087 erst einmal richtig durch.

In leichtem Anstieg pedalen wir bis zum Passo di Monte Faeta. Hier zweigen wir nach Westen in den flowigen Singletrail ab, der uns fast 500 Höhenmeter bestes Downhillvergnügen beschert. Nur zu schnell sind die ersten Häuser von Astano erreicht. Nach einem kurzen Gegenanstieg auf die andere Talseite nimmt uns wieder ein gutmütiger Trail in Empfang und entlässt uns bei Bedino aus dem Wald. Vorbei an der menschenleeren Pischina von Sesso erreichen wir bald den Grenzfluss Tresa.

Ein lauschiger Trail mit einigem Auf und Ab lässt uns Zeit, uns auf das zum Abschluss der Tour winkende Gelato am Lago di Lugano zu freuen. Zwei letzte Kilometer auf Asphalt sind bald hinter uns und schon biegen wir in Caslano auf den Platz am See ein. Und endlich, das crèmige „Fior de cafe“ entpuppt sich als Traum. Wir lassen mit einigen fotografierten Augenblicken diese abwechslungsreiche Etappe nochmals Revue passieren.

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