mtb-GrenzTrail.ch 42 Burgeis – Samnaun Compatsch

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Burgeis – Samnaun Compatsch

Vom Vinschgau über den Dreiländerstein ins Samnaun

Diese aussichtsreiche Etappe führt über die Almen des Obervinschgaus zum Dreiländereck. Nach einem spassigen Downhill beginnt die lange Asphaltstrecke auf der schmalen Fahrstrasse hinauf ins Zollfreigebiet von Samnaun.


Daten

Kondition: mittel bis anspruchsvoll

Distanz: 56 km

Höhendifferenz: ↑ 2490 hm, ↓ 2000 hm

Schieben/Tragen: ↑ 1-2 km

Zeitbedarf: 6 Std.

Technik: Stellenweise anspruchsvolle Singletrails, meistens jedoch gut fahrbare Trails, Alp- und Forstwege

Wegbeschaffenheit: Singletrails 25%, Wege 35%, Asphalt 40%


Beste Jahreszeit:
JanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSeptOktNovDez

Highlights: Downhill von Schöneben aus / Trail zum Grünsee / Trail von Norbertshöhe nach Martina

Sehenswert: Grünsee


Einkehr:  Brugger Alm / Haider Alm / Reschner Alm / Grenzshop Martina

Übernachten: Hotel Romantica, Samnaun Compatsch

Bilder

  • Burgeis
    Burgeis
  • Radweg zum Heidersee
    Radweg zum Heidersee
  • San Martino
    San Martino
  • Brugger Alm
    Brugger Alm
  • Aufstieg Richtung Schöneben
    Aufstieg Richtung Schöneben
  • Reschensee von Pt 2188
    Reschensee von Pt 2188
  • Trail Richtung Schöneben
    Trail Richtung Schöneben
  • Schöneben
    Schöneben
  • Grenzstein Österreich - Italien
    Grenzstein Österreich - Italien
  • Auffahrt zum Dreiländerstein
    Auffahrt zum Dreiländerstein
  • Dreiländerstein
    Dreiländerstein
  • Dreiländerstein
    Dreiländerstein
  • Abfahrt von Dreiländerstein
    Abfahrt von Dreiländerstein
  • Wiesentrail oberhalb vom Grünsee
    Wiesentrail oberhalb vom Grünsee
  • Grünsee
    Grünsee
  • Dem Inn entlang
    Dem Inn entlang

Karte

Bericht

Nach dem es gestern den ganzen Tag in Strömen geregnet hat, sind die Bergketten heute Morgen bis gegen 2000m ü. M. verzuckert. Nur ungern nehmen wir vom komfortablen Wellnesshotel und vom üppigen Frühstücksbüffet Abschied. Auf dem Radweg fahren wir uns gemächlich ein und erreichen bald den Haidersee. Dann steigen wir auf einem gemütlichen Forstweg durch den Wald empor. Die Aussichtskanzel bei der Kapelle St. Martin lädt uns zu einem Zwischenhalt ein. Der Blick reicht über den Reschensee, aus dem sich der Kirchturm als Mahnmal emporreckt, und weiter zum Reschenpass.

Bald erreichen wir die Brugger Alm, von wo aus ein neuer Alpweg hinüber zur Piste des Skigebietes Haider Alm führt. Nun gilt es, die letzten Kräfte zu mobilisieren, um die steile Piste empor zu klettern. Doch die reichen nicht, ein Stück weit ist es ökonomischer, das Bike zu schieben.

Auf einem gemächlichen Forstweg gelangen wir durch den Haiderwald, der am Schluss als Kriegsweg in Serpentinen stark ansteigt und bei Pt. 2188 seine Fortsetzung als Höhenwanderweg findet. In stetem Auf und Ab, mal gemütlich fahrend, mal schiebend, aber immer mit bester Aussicht, gelangen wir ins Skigebiet von Schöneben. Wir entscheiden uns, der Skipiste nach hinunter zur Strasse zu fahren. Mit bestem Fahrvergnügen folgen wir der grasbewachsenen Schneise, die sich wie ein Wurm durch den Wald hinunter windet.

Nach einem kurzen Stück auf der Zufahrtsstrasse ins Rojental zweigen wir nach rechts in einen Alpweg ein und erreichen mühelos vorbei an der Reschner Alm den schmalen Kriegsweg, der hinaufführt zu den einstigen Befestigungen an der Schweizer Grenze. Der Schotterweg ist gut zu fahren und führt durch dichten Legföhrenwald.

Bei Pt. 2142 folgen wir dem gut ausgebauten Weg nach links und staunen, als er bald enger wird und wir uns zu Fuss durch die Legföhren vorwärts arbeiten müssen. Auch fluchen hilft nichts, wir halten durch und stehen bald vor dem Dreiländerstein, auf welchem die Schweizergrenze mit derjenigen von Italien und Österreich zusammentrifft. Ein Felsblock mit einer unscheinbaren Matallplatte, auf welcher der Punkt eingraviert ist. Sonst gibt es nicht viel zu bestaunen.

Wir wählen für den Rückweg den anderen Pfad, in der Hoffnung, dass dieser eher fahrbar sei. Aber wir werden vor allem im oberen Teil eines anderen belehrt. Die Abfahrt zum Grünsee können wir dann richtig geniessen: Ein Stück Fahrweg, dann feine Trails durch die moorigen Weiden bis zum Wald oberhalb des Sees. Auf dem neu angelegten Biketrail kurven wir zum idyllisch in den Wald eingebetteten Grünsee, der seinem Namen alle Ehre erweist. Nun folgen wir dem Fahrweg, bauen einige Abkürzungen auf einem alten Weg ein und preschen dann dass Teersträsschen hinunter zu den Naudersermühlen.

Schnell erreichen wir auf der Strasse die Norbertshöhe. Hier folgen wir dem alten Saumweg, der sich als bester Trail entpuppt. Jauchzend jagen wir den steilen Wald hinunter direkt zur Zollstation Martina. Ein prickelnd kühles Apfelshorle und eine Nusstorte vom Kiosk spenden uns neue Energie für den noch bevorstehenden, wenig einladenden Teil der Tour: Fast 16 Kilometer Asphalt bis hinauf nach Compatsch! Lastwagen, Motorradhorden und holländische Caravans machen die Hauptstrasse bis Vinadi zu Hölle. Dann wird es ruhiger auf dem schmalen Strässchen durch das enge, unwirtliche Val da Tschera. Das Hirn auf Standby gestellt pedalen wir Kilometer um Kilometer bergwärts. Begleitet vom Rauschen des Baches aus dem tiefen Tobel herauf. Die schmalen, unbeleuchteten Tunnels bilden eine willkommene Abwechslung.

Endlich künden die ersten Häuser das Ziel an. Ziemlich müde verstauen wir unsere Bikes im Skiraum, entledigen uns der verschwitzten Kleider und zwängen uns nacheinander in die enge Dusche. Die 2500 Höhenmeter lassen sich nicht einfach aus den Waden waschen.

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