mtb-GrenzTrail.ch 47 Jenins – Wildhaus

47

Jenins - Wildhaus

Von der Bündner Herrschaft in das Land der Churfirsten mit einem Abstecher ins Fürstentum Lichtenstein

Angenehme, leicht zu fahrende Forstwege sind das Merkmal dieser Etappe, immer mit Blick hinunter in die Ebene des Rheintals und auf die Vorarlberger- und Liechtensteiner Berge.


Daten

Kondition: mittel

Distanz: 50 km

Höhendifferenz: ↑ 1900 hm ↓ 1450 hm

Schieben/Tragen: ↑ 0 hm ↓ 0 hm

Zeitbedarf: 5 ½ Std.

Technik: leicht

Wegbeschaffenheit: Singletrails 10%, Wege 65%, Asphalt 25%


Beste Jahreszeit:
JanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSeptOktNovDez

Highlights: Jenins – Balzers / Voralpsee – Ölberg – Wildhaus

Sehenswert: Festungswerk Luziensteig / Voralpsee


Einkehr: Berggasthaus Gemsli, Hüseren / Alpbeiz Valpus / Kiosk am Voralpsee / Alpwirtschaft Ölberg

Übernachten: Verschiedene Hotels in Wildhaus

Bilder

  • Beim Heidibrunnen Maienfeld
    Beim Heidibrunnen Maienfeld
  • Luziensteig
    Luziensteig
  • Grenzstein 45 FL CH oberhalb Balzers
    Grenzstein 45 FL CH oberhalb Balzers
  • Bei Mäls, Grenzstein 35
    Bei Mäls, Grenzstein 35
  • Schloss Gutenberg
    Schloss Gutenberg
  • Rheinbrücke bei Trübbach
    Rheinbrücke bei Trübbach
  • Bei Hüseren, Seveler Berg
    Bei Hüseren, Seveler Berg
  • Valpus, mit Margelchopf
    Valpus, mit Margelchopf
  • Voralpsee
    Voralpsee
  • Voralpsee
    Voralpsee
  • Auf dem Oelberg
    Auf dem Oelberg

Karte

Bericht

Die heutige Tour folgt uns bekannten Routen. Sie ist wenig spektakulär, landschaftlich aber sehr abwechslungsreich mit schönen Rundblicken über das Rheintal.

Durch Rebberge und Wiesen, vorbei am Heidihof und auf einem schönen Waldtrail geniessen wir die morgendliche Stille und die noch frische Luft. Ab der Luziensteig wählen wir den Forstweg dem rechtsseitigen Hang entlang. Beim Grenzstein 45 passieren wir die Grenze zum Fürstentum Liechtenstein. Nach einigem Suchen finden wir ihn. Er ist abenteuerlich zu äusserst auf dem Felsvorsprung platziert, senkrecht über dem Dorfrand von Balzers.

Beim Oskabode biegen wir in einen Waldtrail ein, auf dem wir flüssig die Ebene des Rheintals erreichen. Der Weg führt weiter, genau der Grenze entlang nach Mäls. Der Ort kommt uns wie ausgestorben vor. Heute ist Staatsfeierteg, der Geburtstag der Fürsten wird ordentlich begangen. Bald stehen wir auf der Rheinbrücke an der Grenze zur Schweiz. Eigentlich könnten wir bis St. Margrethen bequem der Grenze entlang auf dem Rheindamm dahinradeln, doch wir möchten auch auf den zwei letzten Etappen noch gefordert werden.

Auf Fahrstrassen und Forstwegen kurbeln wir ab Trübbach in stetem Auf und Ab hoch über dem Talboden nordwärts, vorbei an Orten mit eigenartigen Namen wie Cäpätsch oder Kaiseriloch. Ohne grössere Verausgabungen erreichen wir Hüseren am Seveler Berg. Ein Blick auf die Uhr ermahnt uns, dass es Zeit zum Essen wäre. Wir geniessen auf der Terrasse des Restaurants eine Portion Kartoffelsalat und Wienerli.

Unspektakulär führt die Route anschliessend auf einem Forstweg zum Buchserberg und hinauf zum Alpbeizli Valspuus. Hinter dem Fulfirst türmen sich dunkle Gewitterwolken auf. Wir pedalen weiter. Der Weg scheint unendlich lange. Doch unvermittelt tauchen wir aus dem Wald und vor uns liegt der Voralpsee, lieblich in die Talmulde eingebettet.

Ein spassiger Trail führt über die Wiese hinunter zum See. Erste Topfen klatschen auf den Helm und bald wird der Regen stärker. Wir packen uns wasserdicht ein. Doch vergebens: Nach wenigen Minuten ist der Spuk vorbei und die Wolken reissen wieder auf.

Wir folgen mit gemütlicher Trittfrequenz dem Alpweg hinauf zum Ölberg. Säntis und Altmann sind in Regenwolken gehüllt und über Gams hängen Regenfahnen aus den Wolken. Der eingeplante Trail über das Älpli wird durch eine nicht zu übersehende Bike-Verbotstafel versperrt. Also folgen wir dem Alpweg Richtung Freienalp und zweigen dann rechts ab. Auf Landwirtschaftswegen und einem zum Teil ruppigen Wiesentrail geniessen wir den letzten Downhill, bevor wir nach einem kurzen Aufstieg auf der Strasse Wildhaus erreichen.

Etwas wehmütig, doch auch zufrieden und froh werden wir daran erinnert, dass uns morgen die letzte Etappe unseres Abenteuers bevorsteht.

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